Unterhaltsleitlinien und Informationen zum Familienrecht

Düsseldorfer Tabelle:

AKTUELL: Zum 01.01.2017 erhöht sich der Mindestunterhalt minderjähriger Kinder gemäß § 1 der Mindestunterhaltsverordnung. Künftig gelten folgende Unterhaltswerte:
- in der ersten Altersstufe: 342 Euro (statt bisher 335 Euro)
- in der zweiten Altersstufe: 393 Euro (statt bisher 384 Euro)
- in der dritten Altersstufe: 460 Euro (statt bisher 450 Euro)

AKTUELL: Düsseldorfer Tabelle Stand 01.01.2017 (noch ohne Anmerkungen veröffentlicht)

Experteninterview mit RAuFAFAmR E. A. Kolb zum UNTERHALTSRECHT (Quelle: Akte.net)

Hinweis für Unterhaltsverpflichtete bei Vorliegen eines "Alttitels":

Einen dynamisierten Unterhaltstitel aus der Zeit vor In-Kraft-Treten der Unterhaltsrechtsreform zum 01.01.2008 brauchen Sie nicht umschreiben zu lassen. Sie können nachfolgender Formel umrechnen (weitere Informationen hierzu finden Sie in Anmerkung E zur Düsseldorfer Tabelle:

      (Bisheriger Zahlbetrag + 1/2 Kindergeld) x 100
      geteilt durch den Mindestunterhalt der jeweiligen Altersstufe
      = Prozentsatz neu

Unterhaltsrechtliche Leitlinien der bundesdeutschen Obergerichte
(nach Regionen) - Rechtsstand 01.01.2016:

Berlin/Brandenburg

Norddeutschland

West- und Süddeutschland

Mitteldeutschland


Unterhaltsrechtliche Leitlinien der bundesdeutschen Obergerichte
(nach Regionen) - Rechtsstand 01.01.2015 und (soweit veröffentlicht) 01.08.2015:

Berlin/Brandenburg

Norddeutschland

West- und Süddeutschland

Mitteldeutschland


Aktualisierte Unterhaltsrechtliche Leitlinien - Rechtsstand 01.01.2014:


Unterhaltsrechtliche Leitlinien - Rechtsstand 01.01.2013:

Berlin/Brandenburg

Norddeutschland

West- und Süddeutschland

Mitteldeutschland


Unterhaltsrechtliche Leitlinien - Rechtsstand 01.01.2012:

Berlin/Brandenburg

Norddeutschland

West- und Süddeutschland

Mitteldeutschland


Unterhaltsrechtliche Leitlinien - Rechtsstand 01.01.2010 / 01.01.2011:

Berlin/Brandenburg

Norddeutschland

West- und Süddeutschland

Mitteldeutschland


Alte Unterhaltsleitlinien – Rechtsstand bis 31.12.2009:


Leitlinien vor der Unterhaltsrechtsreform (Rechtsstand bis 31.12.2007):


Hinweise zur Ehescheidung


Sorgerecht

Experteninterview mit RAuFAFamR E. A. Kolb zum SORGERECHT (Quelle: Akte.net)
Experteninterview mit RAuFAFamR E. A. Kolb zum KINDESENTZUG (Quelle: Akte.net)
Experteninterview mit RAuFAFamR E. A. Kolb zur KINDESSCHUTZ (Quelle: Akte.net)


Der reformierte Versorgungsausgleich

  • Zum 01.09.2009 ist die Strukturreform des Versorgungsausgleichs in Kraft getreten. Der Versorgungsausgleich ist damit gerechter geworden. Beide Ehegatten müssen während der Ehezeit erworbene Anwartschaften abgeben. Diese werden intern (und nur noch im Ausnahmefall extern) geteilt, d.h. der jeweils andere Ehegatte erhält ein eigenes Anwartschaftsrecht gegenüber dem Versorgungsträger des ausgleichspflichtigen Ehegatten.
  • Für die Praxis erfreulich ist, dass der Versorgungsausgleich nach aktuellem Recht unter bestimmten Voraussetzungen von der Ehesache abgetrennt werden kann, § 140 Abs. 2 Nr. 4 FamFG. Damit kann ein Scheidungsverfahren beschleunigt werden.
  • Die Voraussetzungen für eine familiengerichtliche Genehmigung von ehevertraglichen Vereinbarungen der Eheleute betreffend den Versorgungsausgleich (z.B. Ausschluss des Versorgungsausgleichs) sind deutlich erleichtert. Das Familiengericht kann nur noch in Fällen krassen Missbrauchs intervenieren.
  • Bei Kurzehen (bis zu 3 Jahren Ehedauer) findet kein Versorgungsausgleich mehr statt, es sei denn ein Ehegatte beantragt dessen Durchführung.
  • Gesetzestext: Versorgungsausgleichsgesetz

Das reformierte Güterrecht

  • Ebenfalls zum 01.09.2009 ist die Reform des Zugewinnausgleichs in Kraft getreten. Danach findet auch ein negatives Anfangsvermögen (= Schulden) Berücksichtigung im Vermögensvergleich bei Eheende. Das System ist dadurch gerechter geworde, da der Ehegatte, der beim Abbau der Schulden des anderen geholfen hat, über den Versorgungsausgleich zumindest einen Teil seines finanziellen Engagements über den Zugewinnausgleich zurückerhalten kann.
  • Der ausgleichsberechtigte Ehegatte ist vor Vermögensmanipulationen geschützt, indem weitergehende Auskunfts- und Belegansprüche festgeschrieben sind.